Was kostet Plotten? So viel Budget brauchst Du zum Start
Wenn Du mit dem Plotten anfangen möchtest, kommt ziemlich schnell eine Frage auf:
Was kostet Plotten eigentlich?
Denn mit dem Kauf eines Plotters ist es natürlich nicht ganz getan. Du brauchst Material, ein bisschen Werkzeug und je nachdem, was Du gestalten möchtest, vielleicht noch das ein oder andere Zubehör.
Und wenn Du dann anfängst zu recherchieren, geht es schnell los: Plotter-Bundles, Werkzeugsets, Folienpakete, Pressen, Schneidematten, Stifte, Spezialmesser … und plötzlich sieht es so aus, als müsstest Du erstmal ein halbes Bastelzimmer kaufen. 😄
Aber musst Du wirklich direkt 500 € oder mehr ausgeben?
Nein.
Wie viel Geld Du für Deinen Einstieg ins Plotten einplanen solltest, hängt vor allem davon ab,
was Du mit Deinem Plotter machen möchtest,
wie sicher Du schon bist, dass Plotten Dein neues Hobby werden soll,
und wie komfortabel Du direkt starten möchtest.
Deshalb schauen wir uns in diesem Artikel drei unterschiedliche Budgets an.
Bevor Du einen Plotter kaufst: Das erlebe ich in meinen Workshops immer wieder
In meinen Workshops sitzen regelmäßig Teilnehmer:innen, die bereits einen Plotter zuhause haben – manchmal sogar schon seit Monaten.
Und trotzdem wurde damit kaum gearbeitet. Nicht, weil sie keine Lust darauf hätten. Oft fehlt schlicht der grundlegende Einstieg:
Wo fange ich überhaupt an? Welche Datei brauche ich? Welches Material nehme ich? Und was muss ich in der Software eigentlich einstellen?
Manche merken auch erst nach dem Kauf, dass ihnen die Software ihres Geräts nicht besonders liegt. Andere haben sich für einen Plotter entschieden, der eigentlich gar nicht so gut zu den Projekten passt, die sie später damit machen möchten.
Und genau deshalb würde ich heute nicht einfach sagen:
„Kauf irgendeinen Plotter und leg los.“
Natürlich kann ein gutes Angebot oder ein großes Bundle sinnvoll sein. Aber bevor Du mehrere hundert Euro ausgibst, lohnt es sich wirklich, kurz zu überlegen:
Was möchte ich eigentlich machen – und welcher Einstieg passt zu mir?
Denn ein Plotter, der vermeintlich günstig war, ist am Ende ziemlich teuer, wenn er anschließend unbenutzt im Regal steht.
Budget 1: Ich möchte Plotten erstmal ausprobieren
Vielleicht findest Du personalisierte Projekte wunderschön, hast schon hundert Ideen auf Pinterest gespeichert – weißt aber noch gar nicht, ob Dir das Plotten selbst Spaß macht.
Dann würde ich persönlich nicht direkt mit dem größten Gerät und einem riesigen Zubehör-Bundle starten.
Wenn Du trotzdem direkt einen eigenen Plotter kaufen möchtest, kann ein kleineres Gerät ein guter Einstieg sein.
Es nimmt wenig Platz weg, ist meist günstiger und reicht für viele kleinere Projekte vollkommen aus.
Allerdings solltest Du Dir vorher überlegen, was Du damit machen möchtest. Kleinere Plotter haben natürlich Grenzen, beispielsweise bei der möglichen Materialbreite und damit auch bei der Größe Deiner Projekte.
Was kostet Plotten, wenn ich erstmal klein anfangen möchte?
Als grobe Orientierung würde ich ungefähr rechnen:
Plotter: ca. 150–250 € erste Folien und Materialien: ca. 20–40 € grundlegende Werkzeuge: ca. 15–30 €
Damit landest Du ungefähr bei:
200–300 € für Deinen Einstieg
Und nein: Du brauchst am Anfang nicht zwölf verschiedene Folienfarben, fünf Schneidematten und jedes Spezialwerkzeug, das Dir irgendwo angezeigt wird.
Noch günstiger: Plotten erstmal ausprobieren, ohne einen Plotter zu kaufen
Wenn Du noch überhaupt nicht weißt, ob Plotten etwas für Dich ist, gibt es natürlich noch eine andere Möglichkeit:
Du probierst es erstmal aus, bevor Du mehrere hundert Euro investierst.
Genau dafür gibt es meine Schnupperkurse:
Du lernst das Grundprinzip kennen, wir arbeiten gemeinsam an meinen Plottern und bekommst ein Gefühl dafür, ob Dir Schneiden, Entgittern und Übertragen überhaupt Spaß machen.
Und danach kannst Du wesentlich besser entscheiden, ob Du tatsächlich einen eigenen Plotter möchtest.
Vielleicht hast Du schon bei einer Freundin geplottet, einen Workshop besucht oder beschäftigst Dich schon länger mit dem Thema.
Du weißt also:
Ja. Ich möchte einen eigenen Plotter.
Dann würde ich nicht mehr ausschließlich nach dem möglichst niedrigen Kaufpreis schauen.
Gerade wenn Du beispielsweise größere Projekte, Shirts, Taschen, Schilder oder andere Dinge gestalten möchtest, kann ein normal großer Plotter langfristig die bessere Entscheidung sein.
Je nach Gerät solltest Du für den Plotter selbst grob etwa 250–350 € einplanen.
Dazu kommt eine sinnvolle Grundausstattung, zum Beispiel:
einige Vinylfolien,
Transferfolie,
eventuell Flexfolie für Textilien,
eine passende Schneidematte,
Entgitterwerkzeug,
ein Rakel,
und ein paar Rohlinge zum Ausprobieren.
Dafür würde ich zusätzlich ungefähr 50–80 € einplanen.
Damit landest Du insgesamt ungefähr bei:
300–430 €
Und damit kannst Du bereits eine ganze Menge machen.
Du brauchst wirklich nicht direkt eine komplette Plotter-Werkstatt.
Budget 3: Ich will direkt komfortabel starten
Dann gibt es natürlich noch die Fraktion:
„Wenn ich das mache, dann richtig.“ 😄
Und genau hier werden Bundles interessant.
Gerade während Rabattaktionen findest Du häufig Angebote, bei denen neben dem Plotter direkt Matten, Werkzeuge, Folien oder anderes Zubehör enthalten sind.
So ein Bundle kann sich lohnen.
Aber ein Bundle ist nicht automatisch ein gutes Angebot, nur weil 15 Teile darin enthalten sind.
Ich würde mir deshalb immer anschauen:
Sind darin Dinge enthalten, die ich sowieso kaufen würde?
Wenn die Antwort Ja lautet: perfekt.
Wenn Du dagegen zehn verschiedene Zubehörteile mitbezahlst, die anschließend unbenutzt in der Schublade liegen, hast Du trotz Rabatt nicht unbedingt gespart.
Für einen komfortableren Einstieg mit einem größeren Plotter, etwas mehr Material und sinnvollem Zubehör kannst Du ungefähr mit
400–500 € oder mehr
rechnen.
Und natürlich gibt es nach oben irgendwann kaum Grenzen. 😄
Aus „Ich möchte mal ein bisschen plotten“ kann erstaunlich schnell ein sehr gut ausgestattetes Kreativzimmer werden.
Brauche ich direkt eine Transferpresse?
Auch das ist eine Frage, die gerade am Anfang schnell auftaucht.
Die kurze Antwort:
Nein.
Wenn Du hauptsächlich mit Vinylfolie auf Gläsern, Holz, Acryl oder anderen festen Oberflächen arbeiten möchtest, brauchst Du keine Transferpresse.
Wenn Du dagegen regelmäßig mit Flex- oder Flockfolie auf Textilien arbeiten möchtest, kann eine Presse irgendwann sehr sinnvoll und komfortabel sein.
Aber auch hier gilt:
Du musst nicht am ersten Tag alles besitzen.
Starte lieber mit den Dingen, die Du für Deine ersten Projekte tatsächlich brauchst, und erweitere Deine Ausstattung anschließend Schritt für Schritt.
Was kostet ein Plotter – und muss es direkt das große Modell sein?
Und hier kommen wir zu der Frage, bei der man sich wunderbar verzetteln kann. 😄
Welcher Plotter ist denn nun der richtige?
Die Antwort hängt eben nicht nur vom Preis ab.
Ein kleiner Plotter kann für Deine Projekte vollkommen ausreichend sein.
Er kann Dich aber auch nach kurzer Zeit einschränken.
Ein größeres Gerät kann genau richtig für Dich sein – oder völlig überdimensioniert.
Und auch die Software spielt eine Rolle.
Cricut und Silhouette beispielsweise verfolgen unterschiedliche Konzepte. Was für die eine Person intuitiv wirkt, kann für die nächste unnötig kompliziert sein.
Genau das erlebe ich auch immer wieder in meinen Workshops.
Deshalb würde ich vor dem Kauf nicht nur fragen:
„Welcher Plotter ist gerade günstig?“
Sondern:
„Was möchte ich damit machen und mit welchem System komme ich gut zurecht?“
Wenn Du verschiedene Geräte vergleichen möchtest, findest Du dazu meinen ausführlichen Plottervergleich:
Mein Fazit: Wie teuer ist der Einstieg ins Plotten?
Du musst keine 500 € ausgeben, bevor Du überhaupt Dein erstes Projekt gemacht hast.
Als grobe Orientierung kannst Du mit folgenden Budgets rechnen:
ca. 200–300 €
wenn Du eher klein und vorsichtig starten möchtest.
ca. 300–430 €
für einen soliden Einstieg mit einem größeren Plotter und einer sinnvollen Grundausstattung.
ab etwa 400–500 €
wenn Du direkt komfortabler starten und mehr Zubehör kaufen möchtest.
Viel wichtiger als die genaue Summe finde ich aber:
Kauf nicht möglichst viel. Kauf das, was zu den Projekten passt, die Du wirklich machen möchtest.
Denn der beste Plotter ist nicht automatisch der mit dem größten Rabatt oder dem umfangreichsten Bundle.
Es ist der Plotter, den Du hinterher auch benutzt.
Du möchtest nicht lange suchen?
Wenn Du jetzt ungefähr weißt, welches Budget zu Dir passt, habe ich Dir für jede Variante ein paar Produkte zusammengestellt, die ich für einen sinnvollen Einstieg passend finde.
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